Trainingslager Belek März 2026 – Ein Rückblick
Zwei Wochen Belek, zwei Gruppen, sechs intensive Trainingstage pro Gruppe – und ich kann jetzt schon sagen: Es war ein voller Erfolg.
Der Tagesablauf war meist derselbe: Jeden Morgen um 9 Uhr trafen wir uns auf der Driving Range und trainierten bis 12:30 Uhr. Danach Mittagspause, dann ging es auf den Platz. Selbst an unserem freien Tag haben wir nicht wirklich pausiert – Range von 9 bis 13 Uhr, danach noch neun Löcher. Dabei war es jedem selbst überlassen, wann und wie viel er trainiert – das gehört für mich zum Konzept. Denn mein größtes Ziel als Trainer ist es nicht, Gruppen zu unterrichten, sondern Menschen beizubringen, wie sie am besten selbst trainieren. Gruppenunterricht versuche ich so weit wie möglich zu vermeiden. Was mich gefreut hat: Die Begeisterung und die Eigeninitiative waren bei allen spürbar – und das ist als Trainer das schönste Zeichen, dass etwas richtig läuft.
Die Türkei – ein unschlagbares Reiseziel für Golfer
Belek ist und bleibt für mich eines der besten Golfreiseziele überhaupt. Die Infrastruktur stimmt, die Plätze sind top, die Erreichbarkeit ist einfach – und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist nach wie vor sehr gut. Unsere Hauptbasis war das Cornelia Diamond mit dem Faldo-Platz, aber wir sind auch zwei- bis dreimal auf andere Plätze gefahren, was noch einmal Abwechslung und neue Reize gebracht hat.
Das Wetter in Belek – nicht beirren lassen
Eine Sache, die ich jedem mitgeben möchte, der das erste Mal nach Belek fährt: Vertrauen Sie der Wettervorhersage nicht blind. Belek liegt in einem echten Mikroklima – eingekesselt zwischen Bergen und Meer. Aus langjähriger Erfahrung weiß ich: Wenn eine Woche Regen angesagt ist, kann es trotzdem strahlend schön werden. Und umgekehrt. Auch diesmal war das Wetter eigentlich schlecht angesagt – und hat uns trotzdem überrascht. Positiv, natürlich.
Was Sie über Trainingslager wissen sollten
Das ist mir wichtig, und ich spreche es offen an:
Ein Trainingslager bedeutet eine Belastung, die weit über das hinausgeht, was man im Alltag gewohnt ist. Drei bis vier Stunden täglich auf der Range, dann 18 Löcher – das ist körperlich, mental und auch emotional eine echte Herausforderung. Selbst für jemanden im Ruhestand ist das kein normaler Tag.
Mein Rat: Spielen Sie die Runden mit, aber heben Sie sich die Energie fürs Training auf. Und wundern Sie sich nicht, wenn es zwischendurch nicht läuft. Das ist kein Zeichen, dass Sie nichts gelernt haben – ganz im Gegenteil. Bevor man besser wird, wird man oft erst mal schlechter. Alte Bewegungsmuster müssen abgelegt, neue müssen verankert werden. Wer das berühmte Zitat von Tiger Woods kennt, weiß: Das braucht Zeit. Viel Zeit. Und dann kommt noch die physische Erschöpfung dazu, vielleicht auch der ein oder andere Drink an der Bar – völlig menschlich. Umso wichtiger sind Ruhepausen. Nicht nur im Trainingslager, sondern generell in trainingsintensiven Phasen: Der Körper und der Geist brauchen Erholung, um das Gelernte zu verarbeiten.
Ausblick: Bis nächstes Jahr?
Ich freue mich schon riesig aufs nächste Jahr und habe zwei, drei andere Destinationen im Blick. Aber ehrlich gesagt werde ich Belek sehr wahrscheinlich wieder anbieten – weil Training, Preis-Leistung und das Gesamtpaket einfach stimmen.
Allerdings: Wer die Entwicklung in der Türkei verfolgt, weiß, dass die Region massiv gefragt ist. Ich höre bereits jetzt, dass die Preise nächstes Jahr deutlich steigen sollen. Neue Fünf- und Fünf-Sterne-Plus-Hotels werden gebaut, die Nachfrage wächst. Das könnte für viele irgendwann die Grenze dessen sein, was noch passt. Wir werden sehen – und falls nötig, suchen wir eben neue Ziele.
Ich freue mich aufs nächste Jahr. Mit Ihnen. Auf dem Platz.
Jonas